Venezuela a Hotbed of Anti-Semitic Rantings by the Governing Elites

Hugo Chávez outdoes even Iran in fostering the most nauseating kind of anti-Semitism among the ruling elites while pushing comical conspiracy theories about the Jews.

Did you know that in the late 1960s, the Bilderberg Club decided to use drugs and big outdoor rock concerts to stop the increasing discontent among the population? In order to prevent people from joining the civil rights movement or paying attention to Vietnam, the CIA and Britain’s MI6 placed the Beatles before the American audience.

If you are not familiar with this course of history, you are probably not a regular reader of the Reflexiones del Comandante en Jefe. In two of his journalistic columns, Fidel Castro recently included lengthy quotes from the Lithuanian writer and conspiracy theorist Daniel Estulin. Conspiracy theories are wildly popular among Latin American leftists: They have become to them what Lenin was to Soviet communists. Frequently they are mixed with anti-Semitism. Weiterlesen

Die Zahnpasta der Weisen von Zion

Wie judenfeindlich ist der Chavismus? Und was unterscheidet Venezuela von anderen lateinamerikanischen und europäischen Ländern mit starken antisemitischen Bewegungen?

Who controls the British crown?
Who keeps the metric system down?
We do!
We do!

Who leaves Atlantis off the maps?
Who keeps the Martians under wraps?
We do!
We do!

Who holds back the electric car?
Who makes Steve Guttenberg a star?
We do!
We do!

Who robs cavefish of their sight?
Who rigs every Oscar night?
We do!
We do!

The Simpsons: Stonecutters Song

Wie antisemitisch ist der Chavismus bzw. „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“? Anfang des Jahres schrieb ich in einem Artikel über die Lage in Venezuela, der Antisemitismus sei der „wichtigste Pfeiler“ der chavistischen Ideologie. Dem widersprachen einige Leser: Der „Antiimperialismus“ sei die Hauptsache, der Judenhass nur eine Dreingabe. So, wie wenn man in der Apotheke beim Kauf eines Medikaments eine Packung Tempo gratis dazu bekommt. Ich glaube immer noch, dass es umgekehrt ist: Die Droge, die Chávez und seine Leute antreibt, ist der Antisemitismus; dazu werden ein paar rote Taschentücher verteilt. Dass es ebenso gut braune sein könnten, wird nicht bestreiten, wer weiß, wie Chavisten denken. Man schaue zum Beispiel auf Aporrea, ihre wichtigste Publikation im Internet. Ende Juli erschien dort ein Beitrag, der dem Bild des Chavismus als dem Nationalsozialismus des 21. Jahrhunderts noch ein paar Pinselstriche hinzufügt: „Die Wahrheit über die zionistische Herrschaft. Gezielter globaler Genozid und das künstliche Armageddon“. Weiterlesen

„Genetisch ein Faschist“

Das Ende der Militärdiktaturen in Lateinamerika bedeutet nicht, daß das Zeitalter der Vernunft angebrochen wäre – das zeigt das Beispiel Venezuela.

Seit ihrer Unabhängigkeit wurden die Länder Lateinamerikas meist von Diktatoren beherrscht, die durch einen Staatstreich an die Macht gekommen waren – oder aber es waren Männer, die demokratisch gewählt worden waren, sich dann aber entschieden, daß sie für das Land zu wichtig seien, als daß sie die Macht wieder abgeben könnten. Wahlen wurden gefälscht, Kandidaten eingeschüchtert oder umgebracht.  Und selbst wenn augenscheinlich alles demokratisch zuging, hing doch über jeder Regierung ein Damoklesschwert: Würde sie sich mit den Großgrundbesitzern, der Armee oder mächtigen ausländischen Konzernen anlegen, könnte sie schnell gestürzt werden.

Der Großgrundbesitz verhinderte jede wirtschaftliche und soziale Entwicklung, und die Staatsausgaben, die notwendig waren, um die herrschende Ordnung aufrecht zu erhalten, taten das übrige. „Die Kluft, die sich in Lateinamerika zwischen dem Wohlstand einiger weniger und der Misere der großen Mehrheit auftut, ist unendlich viel größer als in Europa oder den Vereinigten Staaten. Die Methoden, um diese Distanz zu erhalten, sind deshalb umso drastischer. Brasilien besitzt eine riesige, bestens ausgerüstete Armee, für die Erziehung sind dagegen nur fünf Prozent des Staatsbudgets vorgesehen. In Uruguay wird momentan die Hälfte des Budgets von Militär und Polizei geschluckt; ein Fünftel der aktiven Bevölkerung hat zur Aufgabe, den übrigen Teil zu überwachen, zu verfolgen oder zu bestrafen“, schrieb der uruguayische Schriftsteller Eduardo Galeano 1977 im Nachwort zur Neuauflage seines Buches Die offenen Adern Lateinamerikas. Weiterlesen