Zeit Online: Dschihadismus für die Mitte

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Wenn Zeit Online Leute, die hinterrücks jüdische Zivilisten ermorden, als „Märtyrer“ feiert, Juden, die ihr höchstes Heiligtum besuchen, als „Provokateure“ beschimpft und Morde an Juden mit einer angeblich von diesen ausgehenden Bedrohung islamischer heiliger Stätten begründet, dann übernimmt es die Denkmuster der Dschihadisten – und infiziert damit die Leser.
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Pallywood: Die Kulissen des Terrors

Pallywood

Die jüngste Geschichte um ein arabisches Teenagermädchen, das einen israelischen Soldaten, der einen jugendlichen Steinewerfer festhalten wollte, in die Hand biss, ist keineswegs ein Beispiel für die besondere israelische Grausamkeit gegenüber den Palästinensern. Vielmehr wurde hier erneut ein Pallywood-Stück aufgeführt, das in europäischen Medien dankbare Abnehmer fand.
Palästinensische Terroristen und europäische Medien arbeiten bisweilen so eng zusammen, dass man von einem antisemitisch-medienindustriellen Komplex sprechen könnte. Die einen produzieren mit aller Gewalt Opfer, die anderen schreiben darüber und geben ihren Geschichten den antiisraelischen Dreh, den beide sich wünschen. Weiterlesen

Propaganda mit Gebühr

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland begleitet den Krieg der Hamas gegen Israel mit einer regelrechten Desinformationskampagne. Was Propaganda ist, wird von Redakteuren und Korrespondenten mit schlichtem Weltbild als sauberer Journalismus präsentiert – stets zum Nachteil des jüdischen Staates. Stefan Frank hat in seinem Gastbeitrag für Lizas Welt deshalb einen konstruktiven Vorschlag zu machen.

I.

Das ganze oberste Stockwerk wurde zerstört, als Terroristen aus dem Gazastreifen am 15. November ein mehrgeschossiges Wohnhaus in der südisraelischen Stadt Kiryat Malachi mit einem vom Iran gelieferten Raketenwerfer des sowjetischen Typs »Grad« bombardierten. Sie ermordeten Ahron Smadga, 50, Yitzchak Amsalam, 27, und Mira Scharf (geborene Cohen), 25. Ihr Ehemann und drei ihrer Kinder wurden schwer verletzt, dazu drei weitere Menschen. Die im achten Monat schwangere Mira Scharf hielt sich in Israel auf, um ihr Kind dort zur Welt zu bringen. Sie gehörte der Chabad-Lubawitsch-Bewegung an und lebte eigentlich in Neu-Delhi. Dorthin war sie gezogen, um mitzuhelfen, die Arbeit von Rabbi Gavriel Holtzberg und seiner Frau Rivka fortzusetzen, die im November 2008 im Chabad-Haus in Mumbai von Terroristen der Lashkar-e-Toiba zusammen mit vier anderen gefangen genommen, gefoltert und ermordet wurden. Nach dem jüdischen Kalender geschah dies am 1. Kislev, der dieses Jahr auf den 15. November fiel. An dem Tag, als Mira Scharf einen Gedenkgottesdienst für die Opfer von Mumbai besuchen wollte, wurde sie selbst von Djihadisten ermordet.

Diese Koinzidenz erinnert daran, dass der Drang zum Genozid, der Wunsch nach der Auslöschung aller Juden, wie sie in der Hamas-Charta prophezeit wird, keine geografischen Grenzen kennt. Es ist den Antisemiten egal, ob sie Juden in Frankreich töten, in Israel, in Argentinien, auf Djerba oder in Indien, solange das Ziel einer judenfreien Welt nur ein kleines Stück näher rückt. Manchmal sind die Täter Sadisten, so wie in Mumbai. Auch der Jude Ilan Halimi wurde 2006 in einem Vorort von Paris drei Wochen lang gefoltert und dann ermordet. Mitglieder derselben Gang muslimischer Einwanderer folterten zwei Jahre später am selben Ort erneut einen Juden. Der jüdische Amerikaner Daniel Pearl wurde in Pakistan von Djihadisten erst gequält und dann geköpft. Weiterlesen

Zombies im Sommerloch

Romney Kollage aus Zeitungsartikeln

Dass der Besuch des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney in Großbritannien, Polen und Israel die Finsterlinge in deutschen Redaktionen fuchsteufelswild machen und all ihren Hass nach oben spülen würde, konnte man erwarten. Etwas überraschend war aber, dass, von einigen Nuancen abgesehen, alle den genau gleichen Text veröffentlichten – so, als wären sie Teil eines publizistischen Botnetzes. Schuld daran ist eine verbreitete Geisteskrankheit.

Das Phänomen des Sommerlochs erklärte man sich früher mit einer angeblich »nachrichtenarmen Zeit«. Dahinter stand der Glaube, dass das Leben von Mitte Juli bis Ende August stillsteht. Heute weiß man, dass das nicht stimmt. Die Erde dreht sich weiter, es ereignen sich täglich Katastrophen, Araber hören nicht auf, mit der Welt zu hadern, und Politiker schweigen auch im Urlaub nicht. Forschungen haben ferner bewiesen: Es gibt kein Wurmloch, durch das Nachrichten verschwinden könnten, die Masse bleibt also erhalten. Aber woher kommt dann der Eindruck, dass ein Sommerloch existiert?

Sobald eine kritische Anzahl von Journalisten am Strand ist, ziehen sich die Higgs-Teilchen in den Redaktionen zusammen; durch die Trägheit der verbliebenen Redakteure verringert sich schlagartig die Umlaufgeschwindigkeit der Nachrichten. Um eine Implosion des Systems durch refraktäre Informationsverschiebung zu verhindern, schalten die Zeitungen auf Autopilot um. Das redaktionelle Gedöns wird eingestellt, und die zu anderer Zeit manchmal verbrämten Elemente der vorherrschenden Ideologie werden hochdosiert in das Bewusstsein der Leser gebeamt. In der reinsten Form würde das so klingen: »Ihr müsst Israel, die USA und die Republikaner hassen – Islamisten hingegen könnt ihr vertrauen.« So kann man die Ware natürlich noch nicht an den Mann bringen, darum gibt es in den Nachrichtenagenturen und Redaktionen Anlagen, in denen dieser ideologische Grundstoff zu unzähligen Artikeln aufbereitet wird. Sie arbeiten so ähnlich wie die Maschinen zur Herstellung von Zuckerwatte: Aus wenigen Gramm der immer gleichen Substanz wird eine klebrige Masse mit dem tausendfachen Volumen. Weiterlesen