Wer Christen verfolgt, der hasst auch Juden

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Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors, das sich in rund 60 Ländern für verfolgte Christen einsetzt, hat heute den Weltverfolgungsindex 2016 veröffentlicht. Er stellt die Rangfolge der 50 Länder dar, in denen Christen aufgrund ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden.

Wieder auf Platz eins ist Nordkorea. Das ist berechtigt, denn die kommunistische „Volksrepublik“ ist der einzige Staat der Welt, in dem es herrschende Praxis ist, dass jemand, der beschuldigt wird, Christ zu sein, mitsamt seiner Familie (Eltern, Grosseltern, Kinder und Enkel) in den Gulag deportiert wird. Die nordkoreanische Führerdiktatur, in der es ein vererbtes Kastenwesen gibt, ist auch sonst ein Fall für sich. Die meisten anderen Staaten, die Christen verfolgen, gehören der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) an. „In 35 der 50 Länder des Weltverfolgungsindex ist der islamische Extremismus die Haupttriebkraft der Verfolgung von Christen“, so Open Doors. Weiterlesen

Molenbeeks Ex-Bürgermeister: Ein Pate des Dschihad?

Eurabia

„Wir sollten nicht Rakka, sondern Molenbeek bombardieren“, fordert ein französischer Publizist. Aus dem mehrheitlich muslimischen Brüsseler Viertel stammen die Drahtzieher der jüngsten Terrorwelle. Nirgendwo in Europa ist die Konzentration dschihadistischer Terroristen grösser. Doch kaum jemand ausserhalb Belgiens redet über den langjährigen antisemitischen Bürgermeister, der für diese Entwicklung verantwortlich ist – ein Bündnis mit dem radikalen Islam sicherte ihm die Macht.

Der Brüsseler Stadtteil Molenbeek gilt als Europas „Terroristenfabrik“. Von dort kamen mindestens drei der Drahtzieher der Terroranschläge vom 13. November: Ibrahim Abdeslam, Abdelhamid Abaaoud und der immer noch flüchtige Salah Abdeslam. Und da hört die Liste noch lange nicht auf. Die Wiener Tageszeitung „Die Presse“ schreibt:

„Zum ersten Mal kam Molenbeek bereits im Jahr 2001 in die Schlagzeilen: Abdessatar Dahmane, der Mörder des afghanischen Kriegshelden und Schrecken der Taliban, Ahmed Schah Massoud, war ebenso ein Stammgast des für seine radikalen Positionen bekannten Islamischen Zentrums in der Rue du Manchester Nr. 18 wie Hassan El Haski, der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge von Casablanca (2003, 41 Tote) und Madrid (2004, 200 Opfer). Aus Molenbeek stammten die Waffen, die im Jänner 2015 beim Anschlag auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ zum Einsatz kamen. Hier wohnte der französische Jihadist Mehdi Nemouche, der im Vorjahr im jüdischen Museum in Brüssel ein Blutbad anrichtete. Von hier aus brach im August 2015 Ayoub El Khazzani zum versuchten Anschlag auf den Schnellzug Amsterdam-Paris auf.“

Auch die beiden Dschihadisten, die die belgische Polizei im Januar in Verviers tötete, stammten aus Molenbeek. Der Terrorist Amedy Coulibaly, der den koscheren Pariser Supermarkt HyperCacher überfiel, hatte sich einige Zeit in Molenbeek aufgehalten. Die Mehrheit der in jüngster Zeit in Europa in Erscheinung getretenen Terroristen stammt aus einem einzigen, sechs Quadratkilometer grossen Viertel – eine verblüffende Konzentration. Belgien ist, im Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl, der grösste europäische Exporteur von Kämpfern des Islamischen Staates in Syrien und dem Irak. Die meisten davon – mindestens 48 – kommen wiederum aus Molenbeek. Der französische Journalist Eric Zemmour sagt: „Frankreich müsste Molenbeek bombardieren, nicht Rakka.“

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Lamya Kaddor: Die Weichspülerin

"Das hat nichts mit dem Islam zu tun." Lamya Kaddor (Foto: Dontworry/Wikimedia Commons)

Die Karriere der ehemaligen Hauptschullehrerin Lamya Kaddor ist eng mit dem Aufstieg des Islamischen Staates im Irak und in Syrien verbunden. An der Glückauf-Schule in Dinslaken-Lohberg unterrichtete sie Islamkunde in deutscher Sprache. Als im Klassenzimmer immer mehr Stühle leer blieben, weil ihre Schüler nach Syrien gereist waren, kam sie ins Grübeln. Die fünf IS-Terroristen, die Lamya Kaddor persönlich kannte, hatten nur eine Gemeinsamkeit: Sie alle hatten den Islamunterricht von Lamya Kaddor besucht, als sie beschlossen, in den Dschihad zu ziehen. Das, so folgerte Kaddor, konnte nur eines bedeuten: Die Gesellschaft mit ihrer Islamfeindlichkeit ist schuld. Weiterlesen

Fachkräftedschihad

Kufiya

Sie haben es sicherlich schon gehört: Der Zufall oder der liebe Gott hat es so eingerichtet, dass just die Migranten, die am dringendsten Hilfe benötigen, gleichzeitig auch diejenigen sind, die die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft am meisten braucht. Es sind keine Faulenzer, die von der Ökostromumlage oder GEZ-Gebühren leben, sondern gut ausgebildete Fachkräfte, auf die wir, wie Politiker und Journalisten betonen, gerade noch gewartet haben. Es scheint, als gewönne der Begriff „Ärzteschwemme“ plötzlich eine neue Bedeutung. Weiterlesen

Unter Artenschutz

Was wird geschehen, wenn Terry Jones übermorgen – am neunten Jahrestag von Nine-Eleven – tatsächlich ein Exemplar des Korans in Flammen aufgehen lässt? Wird er damit den oft und viel beschworenen Flächenbrand im Nahen Osten auslösen? Werden Muslime in aller Welt mal wieder zum Djihad gegen den „großen Satan“ aufrufen? Und warum ist eigentlich immer nur davon die Rede, dass der Islam respektiert werden müsse, nie aber davon, wie es um den Respekt des Islams und der islamisch dominierten Staaten vor anderen Religionen (oder auch dem Atheismus) bestellt ist? Stefan Frank rückt in einem weiteren Gastbeitrag für Lizas Welt die Verhältnisse zurecht.


„Der Pastor, vor dem die Nato zittert“, lautete der Titel eines Artikels auf Spiegel Online, bevor er durch die feinsinnigere Überschrift „Der Pastor, der mit dem Feuer spielt“ ersetzt wurde. Gemeint ist Pfarrer Terry Jones aus Florida, der einer Gemeinde angehört, die manche als fromm, evangelikal oder streng-religiös, andere als fundamentalistisch oder radikal bezeichnen würden. Warum aber muss das mächtigste Militärbündnis der Welt vor ihm Angst haben? Hat er Material für den Bau einer Atombombe und droht mit der Vernichtung eines ganzen Staates? Nein, nur ein Buch will er verbrennen. Dies aber, fürchten manche, könne zu gewaltsamen Protesten führen, die Menschenleben kosten könnten. Das muss wohl ein ganz besonderes Buch sein, wenn sein Vorhaben solche Wellen schlägt. Um welches mag es sich handeln? Das kann ja nur der Koran sein, nicht wahr? Am 11. September soll das Autodafé stattfinden. Aber um den Termin geht es nicht, es geht um das Buch.

US-Außenministerin Clinton nennt das Vorhaben „respektlos und schändlich“, David Petraeus, Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Afghanistan, warnt, die Aktion könne seine Soldaten gefährden. Spiegel Online-Reporter Yassin Musharbash spricht von einem „kalkulierten Akt der Provokation. Man könnte auch sagen: des Hasses.“ Angenommen, Musharbash hat recht. Wieso muss die Nato deshalb zittern? Provokationen sind nicht grundsätzlich verboten. Zu provozieren ist heute der Traum jedes Theaterregisseurs – und die Zuschauer zahlen erstaunlicherweise sogar dafür. Auch Hass ist erlaubt. Etliche Menschen, deren Lebensziel und -werk einzig und allein das Schüren von Hass ist, sind dafür mit Friedens- und Menschenrechtspreisen oder auch dem Bundesverdienstkreuz belohnt worden. Aber wenn es um den Islam geht, ist alles anders. Er steht unter strengerem Artenschutz als der Alpenstrandläufer, der Schwarzstirnwürger oder der Mornellregenpfeifer. Ja, man kann sogar sagen, er wird noch besser geschützt als die Sumpfohreule, die Raubseeschwalbe oder die Zwergdommel. Ganz zu schweigen von der Uferschnepfe und dem Tüpfelsumpfhuhn. Dabei ist der Islam noch nicht einmal besonders selten. Weiterlesen