Auf dem Rücken toter Juden. Schulz stürmt durch die Geschichte.

Martin_Schultz_2014

Welches sind die peinlichsten und/oder dreistesten Passagen in der Rede von EU-Aufseher Martin Schulz vor der Knesset? Jeder Satz kommt in Frage – außer einem, in dem er die Wahrheit sagt.

So fängt Martin Schulz an:

Ich stehe heute als deutscher Präsident eines multinationalen Europäischen Parlaments vor Ihnen.

Hat das Europäische Parlament noch andere Präsidenten, jeweils einen für jede Nation? Von ihnen allen hat die Knesset ausgerechnet den »deutschen Präsidenten« eingeladen. Schulz hatte sagen wollen: »Ich bin Deutscher und stehe heute als Präsident des Europäischen Parlaments vor Ihnen.« Dass er den Knesset-Abgeordneten erklärt, dass im Europäischen Parlament nicht nur Deutsche sitzen, sondern mehrere Nationen, ist gut. Da haben sie schon was gelernt – und es wird nicht die letzte Lektion an diesem Tag sein.

Es ist eine große Ehre für mich, in Jerusalem zu sein – als Gast der Knesset, dem Herzen der israelischen Demokratie, dem Symbol der Realität gewordenen Hoffnung des jüdischen Volkes auf ein Heimatland.

Ein Heimatland. Schulz sagt absichtlich nicht: sein Heimatland. Wenn es nach ihm ginge, hätten die Juden auch nach Uganda gehen können, Hauptsache, irgendein Heimatland. Weiterlesen