Einen Schweden einen Schweden nennen

Ein Gedankenspiel des niederländischen Schriftstellers Leon de Winter, zuerst veröffentlicht auf Pajamas Media und – mit freundlicher Genehmigung des Autors – für Lizas Welt ins Deutsche übersetzt von Stefan Frank.


VON LEON DE WINTER


Stellen Sie sich einmal ein alternatives Universum vor, in dem die Wahrnehmung etwas verändert ist, um eine andere Wirklichkeit widerzuspiegeln. In diesem Universum sind Terroristen Skandinavier – Schweden, um genau zu sein. Wir sollten nicht verallgemeinern, denn es ist klar, dass nicht alle Schweden Terroristen sind. Aber alle Terroristen sind Schweden. Diese Radikalen haben die schöne nordische Religion des Friedens zu einer Ideologie des Hasses pervertiert. Die Tatsachen zeigen deutlich, dass Männer, die versuchen, Bomben in Flugzeuge zu schmuggeln, blondes Haar und blaue Augen haben, zwischen 20 und 40 Jahre alt sind, an den höchsten Gott Odin glauben und Namen wie Ingmar Johansson tragen. Sie sprechen komisch, lieben Smörgåsbord, eine traditionelle nordische Speise mit viel rohem Fisch, und alle Schweden können Alkohol in einer Menge trinken, die sechs Rentiere in drei Minuten umbringen würde.

Wie stellen wir sicher, dass diese mit Bomben beladenen Schweden nicht an Bord unserer Flugzeuge gelangen? Wie können wir diese radikalen nordischen Terroristen erkennen? Sollten wir dunkelhaarige Asiaten überprüfen, die Honda heißen? Italiener namens Ferrari? Wäre es akzeptabel, Schweden herauszugreifen, die mit dem Flugzeug reisen möchten? Oder sollten wir, um die Empfindlichkeit der Schweden nicht zu verletzen, grundsätzlich jede Person mit einem Flugticket überprüfen und dabei insbesondere ihren Intimbereich durchsuchen? Schließlich lieben es die Schweden, ihre Bomben in der Unterwäsche zu tragen, also tragen Nichtschweden ebenfalls Bomben in ihrer Unterwäsche, richtig? Weiterlesen

Der archäologische Dschihad

Und sie brachen auf von Bethel. Und es war noch eine Strecke Landes, um nach Ephrath zu kommen, da gebar Rahel, und es wurde ihr schwer bei ihrem Gebären. Und es geschah, als es ihr schwer wurde bei ihrem Gebären, da sprach die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch dieser ist dir ein Sohn! Und es geschah, als ihre Seele ausging (denn sie starb), da gab sie ihm den Namen Benoni; sein Vater aber nannte ihn Benjamin. Und Rahel starb und wurde begraben an dem Wege nach Ephrath, das ist Bethlehem. Und Jakob richtete über ihrem Grabe ein Denkmal auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.
Gen. 35, 16-20

Die antijüdische Weltverschwörung hat wieder einmal zugeschlagen. Das Exekutivkomitee der Unesco nahm Ende Oktober mit 44 zu eins Stimmen ein Dokument an, das zwei der wichtigsten jüdischen Heiligtümer, die Höhle der Patriarchen in Hebron und Rachels Grab in der Nähe von Bethlehem, als „Teil der besetzen Palästinensergebiete“ bezeichnet. Was aber in Israel vor allem Empörung provozierte, war die Bezeichnung der Stätten als „Moscheen“. Nun gibt es an der Höhle der Patriarchen tatsächlich eine Moschee, die Ibrahimi-Moschee. Als der Islam sich nämlich im 7. und 8. Jahrhundert anschickte, die Welt zu erobern, entstanden solche Moscheen an vielen Orten, an denen die Bevölkerung vorher ihre Götter und Heiligen verehrt hatte, oft errichtet auf Trümmern zerstörter Bauten. Die Juden wurden doppelt enteignet: Die islamischen Truppen besetzten nicht nur ihr Land und errichteten Moscheen – auch dort, wo einst der Tempel gestanden hatte – sondern sie machten aus jüdischen Propheten islamische, aus Abraham Ibrahim. Weiterlesen